Angst um ihre Arbeitsplätze treibt Mitarbeiter der HDW-Werft in Kiel an diesem Montag erneut zu Protesten auf die Straße. Angesichts des geplanten Umbaus des Mutterkonzerns Thyssen Krupp hat die IG Metall zu einem Aktionstag vor den Werkstoren aufgerufen. Sie befürchtet den Abbau von Arbeitsplätzen und Mitbestimmungsrechten, wenn der Konzern wie geplant neu strukturiert wird. „Die Art der zentralistischen Führung macht uns Angst“, heißt es im Protestaufruf. HDW beschäftigt nach eigenen Angaben rund 2400 Menschen. Auch in anderen deutschen Städten sind Aktionen geplant, unter anderem in Duisburg, Bochum und Emden. (dpa) Expertenrunde -Mit den problematischen Folgen der Verschlickung von Häfen befasst sich eine neue Expertengruppe im ostfriesischen Emden. Der Verein „Sediment Innovation Centre Emden (Sicem)“ wolle regionales und internationales Fachwissen und Technologien in einer Innovationsplattform bündeln, kündigten die Organisatoren am Montag an. Durch die Ausbaggerungen von Flüssen in Gezeitengebieten zu Gunsten immer tiefer gehender Schiffe kommt es regelmäßig zu Verschlickungen von Häfen und Fahrrinnen. Die Kosten für die ganzjährigen Einsätze von Baggerschiffen an Ems, Jade, Weser und Elbe belaufen sich auf mehrere Millionen Euro. (dpa) Politik Kampagne -Wirtschaftsminister Thomas Jurk (SPD) will Sachsen als Logistik-Land bekannter machen. Ein Gutachten im Auftrag seines Hauses hat ergeben, dass der Freistaat als Logistik-Standort noch zu wenig wahrgenommen wird. „Mit einem professionellen Marketing wollen wir das ändern“, erklärte Jurk laut einer Mitteilung vom Sonntag. Das Gutachten bescheinige Sachsen wegen seiner zentralen Lage zwischen Ost- und Westeuropa und der modernen Infrastruktur „gute Chancen“, noch stärker „vom Wachstumsfeld Logistik“ zu profitieren. Rund sechs bis acht Prozent der Beschäftigten in Sachsen seien „direkt oder indirekt“ mit logistischen Tätigkeiten befasst. (dpa) Investitionen -Umfassende Investitionen in die Brandenburger Binnenschifffahrt sind nach Auffassung der verkehrspolitischen Sprecherin der Linken, Anita Tack, eine „Millionenverschwendung von Steuergeldern“. Nach aktuellen Schätzungen stagniere der Güterverkehr zu Wasser bis zum Jahr 2025, deshalb sei unter anderem der geplante Ausbau der Schleuse von Kleinmachnow (Potsdam-Mittelmark) überdimensioniert, erklärte Tack am Montag in Potsdam. Auch die Havel dürfe nicht weiter ausgebaut werden. Am Donnerstag will die Linke einen entsprechenden Antrag bei der Landtagssitzung einbringen. (dpa)
Kurz vermeldet: 11. Mai 2009
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