Paris/Frankreich. Auch nach der Übernahme und Integration der früheren Hays-Tochter ACR Logistics setzt Kühne + Nagel weiter auf Expansion durch Zukäufe. Das kündigte der Verantwortliche für die Gruppenaktivitäten in Westeuropa, Xavier Urbain, auf einer Pressekonferenz in Paris an. Zunächst stünden dabei osteuropäische Länder, insbesondere die Ukraine und Bulgarien, auf der Prioritätenliste obenan. Auszuschließen seien Zukäufe aber auch keineswegs im Westen, und hier hat die schweizerische Gruppe offenbar schon ein präzises Ziel im Auge. Das Kaufobjekt müsse „über ein kapillares Netz in Frankreich, Deutschland, Italien und Spanien sowie solide Finanzen und eine gesunde Organisation“ verfügen, grenzte Xavier Urbain den Kandidatenkreis ein, ohne einen Namen preiszugeben. Vorrang in der Strategie von Kühne + Nagel habe die Erhöhung des Umschlagvolumens. Je größer dies sei, umso schwerer wiege es in den Verhandlungen. Zugleich gewinne die Gruppe damit an Flexibilität im Leistungsspektrum und könne hier etwa diverse Transportkombinationen im Haus-zu-Haus-Service anbieten. (jb)
Kühne + Nagel auf Expansionskurs
Logistikkonzern kündigt weitere Zukäufe in Westeuropa an