Koralmbahn: Erfolgreicher Start für die ÖBB Rail Cargo Group

16.02.2026 10:45 Uhr | Lesezeit: 3 min
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Die Koralmbahn ermöglicht schnellere Verbindungen innerhalb Südösterreichs sowie in Richtung der Adriahäfen
© Foto: ÖBB/Varh-Tropper

Nach 100 Tagen Güterverkehr auf der Koralmbahn hat die ÖBB Rail Cargo Group Bilanz gezogen, die mit über einer Million Tonnen transportierter Güter positiv ausfällt.

Rund 100 Tage ist die neue Koralmbahn für den Güterverkehr in Betrieb und seit 1. November 2025 sind nach Angaben der ÖBB rund 1050 Güterzüge mit mehr als 21.000 Wagen und über einer Million Tonnen an Gütern gefahren. Die Koralmbahn bringe deutliche Verbesserungen für den Güterverkehr, so die ÖBB Rail Cargo Group: kürzere Fahrzeiten, höhere Effizienz und zusätzliche Kapazitäten auf der Südachse. Die neue Flachstrecke mit maximal 10 statt 16 Promille Steigung ermögliche zudem höhere Anhängelasten. Gemeinsam mit der bestehenden Strecke über den Neumarkter Sattel verfügt die Südachse nun über vier Gleise, was laut ÖBB bis zu 30 Prozent mehr Kapazität entlang der Südstrecke bedeutet.

Schnelle Verbindung an die Adria

„Dank der zusätzlichen Kapazitäten können wir unseren Kunden deutlich schnellere Verbindungen innerhalb Südösterreichs und in Richtung der Adriahäfen anbieten. Damit stärken wir Österreich nachhaltig als Logistikdrehscheibe im Herzen Europas“, sagte Christoph Grasl, Vorstand der ÖBB Rail Cargo Group. Die volle Wirkung der Koralmbahn für den Güterverkehr werde sich mit der Fertigstellung weiterer Infrastrukturprojekte – allen voran des Semmering-Basistunnels – entfalten, fügte Grasl hinzu.

Einzelwagenverkehr profitiert besonders

Besonders der Einzelwagenverkehr profitiere davon, dass Umwege über Knittelfeld, Leoben und Frohnleiten entfallen. So setzt der ÖBB Rail Cargo Group Kunde Alpacem seit Jahren auf Bahntransporte. Im Einzelwagenverkehr werden vorwiegend Rohstoffe für die Zementproduktion wie z.B. Zementklinker oder auch Hüttensand im Auftrag von Alpacem durch Österreich und bis nach Italien transportiert. „Die Koralmbahn bringt für uns noch verlässlichere und effizientere Transporte und bestärkt uns darin, unsere Logistik konsequent auf die Schiene zu setzen“, sagte Alpacem-Geschäftsführer Bernhard Auer.

Teil des Korridors Ostsee-Adria

Die Südachse wird mit der Koralmbahn Teil des Ostsee-Adriatisches Meer-Korridors, der Europa von Nord nach Süd verbindet und die laut ÖBB „eine der wichtigsten Güterverkehrsrouten Europas darstellt“. Der Korridor verbindet Wirtschaftsräume von der Ostsee bis zur Adria und biete Kunden der ÖBB Rail Cargo Group „schnellere Verbindungen in Richtung Adriahäfen und Industriezentren“.


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