Die EU-Kommission hat entscheidende Weichen zur Verknüpfung transeuropäischer und afrikanischer Verkehrsnetze gestellt. Dazu gehört im Rahmen einer „strategischen Partnerschaft im Verkehr“ die Entwicklung einer gemeinsamen Infrastrukturkarte. Zum Ausbau von Afrikas Verkehrssystem kommen von 2007 bis 2013 rund 4,5 Milliarden Euro aus den Geldtöpfen des zehnten Europäischen Entwicklungsfonds, informierte der EU-Kommissar für Entwicklung und humanitäre Hilfe, Louis Michel. Verkehrskommissar Antonio Tajani denkt an eine „systematische Zusammenarbeit in allen Verkehrsbereichen“ bis hin zur Servicequalität im Transportgewerbe. Die Kommission will außerdem ihren afrikanischen Partnern Erfahrungen der EU-Verkehrspolitik und technisches Know-How zur Verfügung stellen, um leistungsfähigere Verkehrs- und Transportsysteme zu fördern. Sie teilte mit, dass an der Ministerkonferenz zum Transeuropäischen Verkehrsnetz (TEN) im Oktober in Neapel auch der Mittelmeerraum und Afrika beteiligt seien. Anschließend soll ein „Plan vorrangiger Aktionen und ihrer Finanzierung“ entstehen. Der für Ende 2010 in Afrika geplante EU-Afrika-Gipfel soll die erreichten Fortschritte analysieren. (dw)
Kopplung des Europa- und Afrika-Wegenetzes geplant
EU-Kommission will Afrikas Verkehrssysteme durch strategische Partnerschaft stärken