Bei einem Treffen in Zürich unter Vorsitz der EU-Verkehrskommissarin Loyola de Palacio bekräftigten die Verkehrsminister von Deutschland, Österreich, Frankreich, Italien und der Schweiz das Risiko des ständig wachsenden Alpenverkehrs mit einem koordinierten Vorgehen zu bewältigen. Auf Vorschlag des italienischen Transportministers Pietro Lunardi soll eine internationale Studie über die Verkehrssituation in den Alpen in Auftrag gegeben werden. Flankierende Maßnahmen wie Dosierung des Schwerverkehrs, Einbahnregelung und Mindestabstände würden geprüft, damit der alpenquerende Verkehr sicher abgewickelt werden könne, heißt es in einer Pressemitteilung. Im Mittelpunkt des Treffens stand vor dem Hintergrund der Gotthard-Brandkatastrophe die Erhöhung der Sicherheit im alpenquerenden Verkehr. Einig war man sich auch darüber, dass der Güterverkehr langfristig auf die Schiene verlagert werden muss. De Palacio erinnerte in diesem Zusammenhang an die Erwartung der EU, dass der Güterverkehr im Rahmen der EU-Erweiterung um 40 Prozent und der Personenverkehr um etwa ein Viertel wachsen dürften. Ohne Gegenmaßnahmen sei mit einem Verkehrskollaps zu rechnen. Zum Ausbau der Schieneninfrastruktur müsse die EU ein Finanzierungsmodell finden, erklärte die EU-Kommissarin. Die Verkehrsminister betonten außerdem, dass eine umweltgerechte Bewältigung des Verkehrs im Alpengebiet nicht vernachlässigt werden darf. (vr/im)
Konferenz der Verkehrsminister
Im Mittelpunkt: Die Erhöhung der Sicherung im alpenquerenden Verkehr