Brüssel/Paris/London. Der Zugverkehr im Eurotunnel unter dem Ärmelkanal ist am Samstagvormittag wegen eines Kohlendioxid-Alarms vorübergehend gestoppt worden. Es gab jedoch keinen Brand im Tunnel. Ein Frachtzug mit 30 Menschen an Bord wurde ohne Zwischenfälle evakuiert. Dies sei bei einem Alarm so vorgesehen, sagte eine Sprecherin des Tunnel-Betreibers am Samstag in London. Der Güterzug sei auf dem Weg nach England etwa auf halber Strecke unter dem Ärmelkanal gewesen.
Einer der beiden Tunnel wurde nach etwa zwei Stunden wieder geöffnet, die Züge sollten nach einem Notfall-Plan fahren. "Wir müssen jetzt herausbekommen, warum der Alarm angesprungen ist", sagte die Sprecherin. Ein Polizeisprecher in Kent bestätigte, dass es sich um einen Routineeinsatz gehandelt habe. "Im Tunnel gibt es wahnsinnig viele Sensoren, und einer davon ist angesprungen. Das passiert sehr häufig", sagte er.
Eurostar-Züge waren ebenfalls betroffen, allerdings lediglich außerhalb des Tunnels. Der Eurostar hat immer wieder mit Zwischenfällen zu kämpfen, erst Ende März war ein Zug mit 450 Passagieren an Bord wegen eines Feueralarms evakuiert worden.