Der Hersteller von Anhängern und Fahrgestellen für Lastwagen Kögel ist im vergangenen Jahr in die Verlustzone geschlittert und schließt Entlassungen nicht aus. Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit sei von 8,3 Millionen auf minus 13,9 Millionen Euro eingebrochen, teilte die Kögel Fahrzeugwerke AG am Donnerstag in Ulm mit. Der Umsatz sei wegen des Preisverfalls in der Branche um 2,6 Prozent auf 304,2 Millionen Euro gefallen. Ursachen für die Verluste seien die Konjunkturflaute, die Diskussion um die Lkw-Maut und die Folgen der Terroranschläge vom 11. September. Im laufenden Jahr sollen Umsatz und Ertrag deutlich verbessert werden. Geplant sind unter anderem Einsparungen bei den Personalkosten. Betriebsbedingte Kündigungen seien derzeit nicht auszuschließen, hieß es. Ende des vergangenen Jahres beschäftigte Kögel 1287 Mitarbeiter. Das Unternehmen will durch den Aufbau einer regionalen Vertriebsstruktur Marktanteile in Deutschland zurückgewinnen. Im Ausland sollen neue Tochtergesellschaften in Frankreich und Großbritannien für Zuwächse sorgen. Kögel ist auf Anhänger für Sattelschlepper sowie Lkw-Fahrgestelle und -Aufbauten spezialisiert. (vr/dpa)
Kögel fährt rote Zahlen ein
Der Fahrzeugbauer schließt betriebsbedingte Kündigungen nicht aus