Düsseldorf/Bonn. Das Bundeskartellamt hat nach einem Bericht des „Handelsblatts“ ein förmliches Missbrauchsverfahren gegen die Fährreederei Scandlines eingeleitet. Das könnte Deutsche Bahn-Chef Hartmut Mehdorn den geplanten Verkauf der Tochter erschweren, schreibt das Blatt in seiner Donnerstagausgabe. Scandlines gehört derzeit noch zu gleichen Teilen der Deutschen Bahn und dem dänischen Staat. Anlass sei, dass Scandlines die Nutzung des Hafens Puttgarden nicht für Wettbewerber öffne. Das deutsch-dänische Unternehmen halte alle Anteile am Hafen und besitze eine Monopolstellung. Müsse Scandlines den Hafen für Wettbewerber öffnen, drohten empfindliche Umsatzeinbußen. Das Kartellamt bestätigt das Missbrauchsverfahren. „Wir haben ein entsprechendes Verfahren eingeleitet“, sagte eine Sprecherin dem „Handelsblatt“. Bei der Deutschen Bahn hieß es, das habe keinen Einfluss auf den geplanten Verkauf von Scandlines. (dpa/tz)
Kartellamt leitet Verfahren gegen Bahntochter Scandlines ein
Verfahren könnte der Deutschen Bahn den geplanten Verkauf von Scandlines erschweren