Eine böses Erwachen gab es in der vergangenen Woche für zahlreiche europäische Unternehmer. In einer konzertierten Großaktion stellten 250 Beamte in acht europäischen Ländern Unterlagen über die ungesetzliche Beschäftigung ausländischer Lkw-Fahrer sicher. In Österreich lag der Schwerpunkt der Ermittlungen im westlichen Niederösterreich. Bei einem Transportunternehmen nahe Amstetten wurden gleich 30 slowenische, ungarische und bulgarische Lkw-Lenker aufgegriffen, die unrechtmäßig im Europäischen Wirtschaftsraum tätig waren. Ihnen droht jetzt die Ausweisung und ein Aufenthaltsverbot in Österreich. Im Bezirksgericht Amstetten wurden inzwischen eigene Räume bereitgestellt, um die 2.000 im Rahmen der Razzia sichergestellten Akten zu sichten. Nach ersten Ermittlungen sind die Auftraggeber der Fahrer vor allem in Deutschland und Österreich zu suchen. (vr/rv)
Kampf gegen illegale Lkw-Lenker
Auftraggeber sitzen vor allem in Deutschland und Österreich