Juhu, das Assessment Center bestanden!

15.11.2013 10:16 Uhr

Eine Einladung zum Assessment Center bekommen? Damit ist die erste Hürde genommen! Wir sagen Ihnen, wie Sie auch das AC meistern – ohne Stolperer.

Rendsburg. Ob man bei einem Assessment Center gut abschneidet oder nicht, hängt von vielen Dingen ab. Wie man an dem Tag drauf ist. Ob einem die Themen liegen. Wie gut man mit den Beobachtern kann. Aber: Natürlich gibt es Strategien, die den Erfolg steigern. Managementberater Andreas von Studnitz weiß, worauf es ankommt.

— Unvoreingenommen sein: Mit der Teilnahme an einem AC können Sie nur gewinnen. Entweder ein Vertragsangebot für den Einstieg – oder Erfahrung. Seien Sie also dankbar, dass systematisch festgestellt werden soll, ob Sie zu dem Unternehmen passen.

— Nicht verrückt machen: Sie können sich nicht optimal auf ein AC vorbereiten. Schließlich wissen Sie nicht genau, welche Aufgaben auf Sie zukommen. Bleiben Sie also gelassen. Das beginnt mit der Wahl der Garderobe, die zum Unternehmen passt. Weder under- noch overdressed, lautet die Devise.

— Hilfsmittel einpacken: Zwei funktionierende Kugelschreiber, ein Textmarker und Post-its mitnehmen, damit Sie Wichtiges auf Aufgabenblättern markieren oder bei Postkorbübungen kennzeichnen können.

— Ausgeruht ankommen: Investieren Sie notfalls in eine Übernachtung, wenn die Anfahrtstrecke zu lang oder stauanfällig ist.

— Konzentriert arbeiten: Lesen Sie Aufgabenzettel zweimal und markieren Sie das, was von Ihnen erwartet wird. Einschließlich der Zeitvorgabe. Arbeiten Sie zügig und zielorientiert, schauen Sie immer wieder auf die Aufgabenstellung – und Ihre Uhr!

— Sich einbringen: Bei Gruppendiskussionen sollte man sich so schnell wie möglich beteiligen. Falls Sie mit dem Thema „auf Kriegsfuß stehen“, können Sie als Moderator fungieren: Ergebnisse am Flipchart notieren, Beiträge zusammenfassen, die Diskussion leiten. Natürlich schalten Sie sich dann wieder ein, wenn Sie sinnvolle inhaltliche Beiträge liefern können.

— Gekonnt präsentieren: Begrüßen Sie Ihre Zuhörer freundlich, danken für die Gelegenheit zu präsentieren und geben Sie einen kurzen Überblick. Enden sollten Sie mit einer packenden Zusammenfassung, einer eindeutigen Antwort auf die gestellte Aufgabe und einem Dankeschön an die Zuhörer für die Aufmerksamkeit.

— Authentisch bleiben: Versuchen Sie nie, sich zu verstellen! Schließlich hat man es im AC mit geschulten Beobachtern zu tun. Wer versucht zu schauspielern, wird das nicht über einen ganzen Tag konsequent durchhalten. Und welches Unternehmen will schon „Schauspieler“ oder „Aufschneider“ einstellen.

— Nicht abschalten: Richtig anstrengend kann so ein Assessment Center sein. Klar, dass die Teilnehmer in den Pausen oder während des Mittagessens „durchschnaufen“ möchten. Doch sollten sie sich nicht die ganze Zeit vollkommen zurückziehen und jegliche Kommunikation mit den anderen Teilnehmern oder Beobachtern vermeiden. Andererseits kommt es auch nicht gut an, wenn man den Pausenclown oder Spaßvogel mimt. Eine gute Taktik hingegen: Wenn Sie selbst nicht so viel sprechen wollen, stellen Sie doch einfach den Beobachtern Fragen zum Unternehmen, zur anstehenden Aufgabe oder zum Marktgeschehen. Das signalisiert Interesse – und macht sich deshalb wirklich gut. (ts)

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