Jeder zweite in Sachsen-Anhalt kontrollierte Lkw oder Bus weist Mängel auf. Dies gab der Innenminister von Sachsen-Anhalt, Klaus Jeziorsky (CDU), bekannt. Insgesamt hatte die Polizei im Jahr 2002 über 42.000 Fahrzeuge überprüft. Die häufigsten Verstöße waren die Nichteinhaltung der vorgeschriebenen Ruhepausen oder ein nicht ordnungsgemäßer Fahrtenschreiber. In fast 9000 Fällen saßen die Fahrer zu lange am Steuer, machten zu wenig Pausen oder versuchten dies durch Eingriffe am Fahrtenschreiber zu verschleiern. Bei fast 2000 Fahrzeugen wurden technische Mängel festgestellt. Hier waren es vor allem Reifen und Bremsen, die beanstandet wurden. Jeziorsky beklagte den oftmals schlechten technischen Zustand der Lastkraftwagen. Insbesondere Fahrzeuge aus Osteuropa fielen hier negativ auf. Aber auch die Einhaltung der Lenk- und Ruhezeiten werde zunehmend lediglich als Empfehlung und nicht als gesetzlich vorgeschrieben betrachtet. Hintergrund sei der hohe Konkurrenzdruck in der Transportbranche. Die Polizei werde auch künftig intensive Kontrollen durchführen. (tw/dpa)
Jeder zweite kontrollierte Lkw weist Mängel auf
Konkurrenzdruck aus Osteuropa führt zur zunehmenden Nichtbeachtung von Vorschriften