Jede zweite Spedition sieht bei Lkw-Maut Existenz bedroht

08.03.2002 16:53 Uhr

Unternehmer fordern jetzt steuerliche Entlastungen

Jeder zweite Transportunternehmer oder Spediteur aus der Emscher-Lippe-Region und dem Münsterland fühlt sich durch die geplante Lkw-Maut in seiner Existenz bedroht. Das ist das Ergebnis einer Umfrage der IHK Nord Westfalen unter 620 Unternehmen. Während fast 53 Prozent der Befragten 620 Unternehmen das Aus fürchten, wollen 40 Prozent der Befragten ganz auf Investitionen verzichten. Die übrigen werden sie stark einschränken oder noch einmal überdenken, teilte die Kammer jetzt mit. Die jährliche Steuerlast eines Unternehmers einschließlich der Jahresvignette für einen 40-Tonnenzug betrage derzeit 11.800 Euro, während die Lkw-Maut bei 190.000 Autobahnkilometern 28.500 Euro koste. "Selbst bei kompletter Absenkung aller Abgaben können wir die Maut nicht verkraften, sie beträgt in unserem Fall mehr als das Doppelte der momentanen steuerlichen Jahresbelastung", wird ein Unternehmer zitiert. Die Unternehmen fordern zur fiskalischen Entlastung die Senkung der Mineralölsteuer, eine Absenkung der Kfz-Steuer auf EU-Mindestniveau und die EU-weite Harmonisierung der Wettbewerbsbedingungen. (vr/jk)

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