Kuala Lumpur/Malaysia. Teilnehmer könnten neben den zehn Mitgliedern des Verbandes Südostasiatischer Staaten (ASEAN) auch China, Japan, Indien, Südkorea, Australien und Neuseeland sein, sagte der japanische Wirtschaftsminister Toshihiro Nikai am Mittwoch in der malaysischen Hauptstadt Kuala Lumpur. "Wenn wir es schaffen, eine freundschaftlich gesinnte Gruppe zu bilden..., wird dies zum Nutzen aller Länder in der Region sein", sagte Nikai nach einem Treffen mit Wirtschaftsministern der ASEAN. Er schlug vor, die Möglichkeiten dafür in einer Studie untersuchen zu lassen. Eine solche Freihandelszone würde mehr als drei Milliarden Menschen umfassen. Zusammen kommen die Staaten auf ein Bruttoinlandsprodukt von neun Billionen US-Dollar. Der Vorschlag Japans dürfte eine Reaktion auf das vorläufige Scheitern der Doha-Runde der Welthandelsorganisation zur Liberalisierung des Handels sein. Die Gespräche waren im Juli nach heftigem Streit zwischen den USA und der Europäischen Union auf Eis gelegt worden. Die so genannte Gruppe der Sechs (G6) - USA, EU, Indien, Brasilien, Japan und Australien - hatten sich nicht auf Eckpunkte eines neuen Handelsabkommens einigen können.
Japan will asiatische Freihandelszone für 16 Länder
Japan hat eine asiatisch-pazifische Freihandelszone vorgeschlagen, die 16 Länder umfasst.