Der Vorstandsvorsitzende, Ernst Denert, berichtete der Hauptversammlung, dass die Verhandlungen über die Finanzierung des Geschäftsbetriebs weit fortgeschritten sind und die Liquidität nahezu gesichert ist. Das Unternehmen hatte im Frühjahr angekündigt, dass es im Herbst zu einem Liquiditätsengpass kommen könne. Kern der Finanzierung sei eine Eigenkapitalzufuhr von 2,5 Millionen Euro, die gemeinsam von einem Aufsichtsrat, dem Vorstandsvorsitzenden und dem IVU-Team aufgebracht werden soll. Wohl nicht zuletzt aus Angst um ihren Arbeitsplatz tragen, nach Angaben des Unternehmens, 90 Prozent der Belegschaft rund 600.000 Euro bei. Diese Selbsthilfe sei ein Grund für das Land Berlin, mit einer Ausfallbürgschaft einen Bankkredit von drei Millionen Euro zu besichern. Außerdem sei die weitere Finanzierung eines Darlehens über zehn Millionen von der DZ Bank in Aussicht gestellt worden. Entscheidend hierfür sei eine Übereinkunft zur Besicherung durch TransTec und Üstra, die Hannoverschen Verkehrsbetriebe, gewesen. Die Üstra ist derzeit mit 3,4 Prozent an IVU beteiligt und erwäge eine Aufstockung des Anteils im kommenden Jahr. Der Telematikanbieter plant weiter mit einem Jahresumsatz von 39 Millionen Euro und einem leicht positiven Ergebnis.
IVU bekommt frisches Geld
Die Gerüchte über eine Insolvenz des Telematikanbieters IVU Traffic Technologies haben ein Ende – hofft zumindest das Unternehmen.