Rom/Italien. Die italienischen Transportunternehmer verlieren die Geduld. Grund seien Probleme, die noch aus der Zeit der alten Berlusconi-Regierung stammen: Finanzierungszusagen, für die Ausführungsdekrete fehlen. Nach einem letzten Treffen mit der Regierung im Regierungssitz Palazzo Chigi erklärte der Präsident der Cuna, einer Föderation von Transportverbänden, Pasquale Russo, enttäuscht: „Es gibt keinerlei Fortschritte“. Nach zehn Monaten gäbe es noch keine konkreten Schritte, das Protokoll – noch von der Vorgängerregierung unterschrieben – umzusetzen. Wenn sich das nicht ändere, werde es im Herbst zu einer anderen Konfrontation kommen, kündigte er an. „Die Haltung der Regierung ist alles andere als konstruktiv. Die Unterschätzung der Krise der Transportunternehmen scheint in Regierungskreisen chronisch zu sein”, ergänzt Franco Coppelli von der Fita. In dem turnusmäßigen Treffen der Transportverbände Anfang September werden erste Aktionen beraten, die stufenweise intensiviert werden sollen. Schon jetzt schließen die Verbandspräsidenten einen nationalen Streik nicht aus. (rp)
Italienische Transportverbände schließen Streik nicht aus
Ärger um Absichtsprotokoll aus Zeit der alten Berlusconi-Regierung – Transportunternehmen fordern Umsetzung