Italiens Transportsektor verzeichnet im Jahr 2001 einen wahren Streik-Boom. Die Ausstände sind gegenüber 2000 um 17,5 Prozent gestiegen. Insgesamt wurden 4805 Streikstunden gezählt (im Jahr 2000 belief sich die Zahl auf 4089 Stunden). Spitzenreiter sind dabei die italienischen Staatsbahnen FS (Ferrovie dello Stato). Sie machen 34 Prozent aller Streikfälle aus. Gefolgt von Autobus- und Straßenbahnpersonal (30 Prozent), Flugpersonal (26 Prozent) und Angestellten der Hafenbehörden (10 Prozent). Diese Zahlen gehen aus einer vom italienischen Infrastruktur-Ministerium herausgegebenen Studie hervor. Grund für die zahlreichen Streiks, vor allem im Eisenbahnbereich, sind die seit langem andauernden, zähen Verhandlungen um eine Neuregelung bei den Arbeitsverträgen zwischen Gewerkschaftsvertretern und Unternehmern. (vr/im)
Italien stellt neuen Streik-Rekord auf
Ein Drittel aller Arbeitsniederlegungen bei der Staatlichen Eisenbahn