Intershop läuft weiter dem Break Even hinterher

13.02.2002 07:00 Uhr

Intershop Communications, ein Anbieter von E-Business Softwareanwendungen, gab jetzt das Ergebnis des Geschäftsjahrs 2001 bekannt.

Für das Gesamtjahr 2001 wies Intershop Umsatzerlöse in Höhe von insgesamt knapp 69 Millionen Euro aus. Im Vorjahr waren es noch 123 Millionen Euro. Das ist ein Rückgang von etwa 44 Prozent. Die Begründung klingt vertraut: Die Ursache sei vor allem die anhaltende Zurückhaltung bei Investitionen im IT-Bereich sowie die allgemeine globale Konjunkturverlangsamung. Noch verheerender ist die Entwicklung des Jahresfehlbetrages. Machte der einstige Börsenliebling im Jahr 2000 noch einen Verlust von 39 Millionen Euro, ist er im Geschäftsjahr 2001 auf knapp 132 Millionen Euro geklettert und damit fast doppelt so hoch wie der Umsatz. Jetzt will sich das Unternehmen unter der Führung von Gründer und Ex-New Economy Star Stephan Schambach mal wieder Grundlegend neu strukturieren. Damit werden von den derzeit 733 Mitarbeitern weitere 233 Mitarbeiter überflüssig, sie sollen bis zur Jahresmitte das Unternehmen verlassen. Zusammen mit einer aggressiveren Vertriebsstrategie will der Vorstandsvorsitzende noch im laufenden Geschäftsjahr auf Quartalsbasis die Gewinnzone im operativen Geschäft erreichen. Das letzte Restrukturierungsprogramm, noch unter der Leitung von Chief Operating Officer Wilfried Beeck, das selbiger im Oktober 2001 für weitgehend abgeschlossen erklärt hatte, brachte nicht den gewünschten Erfolg. Beeck ist mittlerweile aus dem Unternehmen ausgeschieden. Die Sache mit dem Break Even drängt. Die liquiden Mittel zum 31. Dezember 2001 beliefen sich auf gut 36 Millionen Euro. Laut Schambach reiche der Betrag, dank der Kostensenkungsmaßnahmen noch, um durch das laufende Jahr zu kommen. Im vierten Quartal 2001 hat das Unternehmen nach eigenen Angaben fast neuen Millionen Euro an flüssigen Mitteln verbraucht. Geht das so weiter, ist zum Jahresende Ebbe in der Kasse – und es stünde ein weiteres Restrukturierungsprogramm an, das des Insolvenzverwalters.

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