Anlass war die Präsentation der ersten Ergebnisse einer vom Bundesministerium für Bildung und Forschung in Auftrag gegebenen Studie zur Innovationsfähigkeit der Deutschen Logistikdienstleistungswirtschaft. Die Auswertung von 20 Praxisfällen macht die Probleme deutlich. Anders als in einem Industriebetrieb vollziehen sich die Geschäfte der Transport- und Logistikunternehmen in Netzwerken mit einer großen Anzahl von Akteuren, die an vielen Plätzen sitzen oder in Bewegung sind. Ferner arbeite das Personal nicht unter Aufsicht und Anleitung durch das Management wie in einem Industriebetrieb, in denen sich die Produktion unter einem Dach befindet. Darüber hinaus verfüge die Branche über eher schwache Umsatzrenditen sowie wenig Kapital und sei unterdurchschnittlich mit hochqualifiziertem Kräften ausgestattet. Zudem betrieben Branchen wie die Konsumgüterindustrie mit Konzepten wie Just-In-Time und Efficent Consumer Response erfolgreich Rationalisierungen. Was bedeute, dass die Logistik- und Transportbudgets im engeren Sinne zurückgehen müssen und so den Spielraum für Neuerungen weiter einengen.
Innovationshemmnisse in Logistik-Dienstleistungswirtschaft
"Die deutsche Güterverkehrs- und Logistikbranche ist aus Sicht der Innovationsfähigkeit immer noch ein Zwerg", sagt Professor Peter Klaus vom Lehrstuhl für Logistik der Uni Erlangen-Nürnberg.