Frankfurt/Main. Das macht die Novemberausgabe des BME/Reuters Einkaufsmanager-Index (EMI) deutlich. Im Berichtsmonat Oktober schwächte sich das Wachstumstempo zum dritten Mal in Folge ab auf 52,8 (Vormonat: 54,1) – das ist der tiefste Stand seit elf Monaten. Allerdings lag der EMI weiter über der 50,0-Punkt-Marke, die Wachstum von konjunktureller Schwäche trennt. Das Wachstum hält im 14. Monat hintereinander an. Während die Hersteller von Investitionsgütern ein Plus bei den Bestellungen meldeten, waren die Orders im Bereich Konsumgüter stark rückläufig. Insgesamt schwächte sich das Wachstum der Neuaufträge zum dritten Mal in Folge ab – so stark wie seit August 2003 nicht mehr. Besonders der Export litt unter dem verlangsamten Weltwirtschaftswachstum. Die Inflation der Einkaufspreise beschleunigte sich so stark wie seit Mai 2000 nicht mehr. Hauptgründe waren erneut die Ölpreise sowie Engpässe bei Materialien wie Stahl. Die Firmen erhöhten ihre Verkaufspreise, blieben aber größtenteils auf den Kostensteigerungen sitzen. Die Gewinne gerieten unter Druck – mit der Folge, dass die Beschäftigung geringfügig sank, nachdem sie in den vergangenen zwei Monaten gestiegen war.
Inflation bei den Einkaufspreisen
Die Geschäfte in der deutschen Industrie verloren an Schwung – Gründe waren die weniger starken Zuwächse bei den Neuaufträgen aus dem Ausland und die steigenden Ölpreise.