Ifo: Kurzarbeit sinkt - aber langsamer

28.10.2020 09:27 Uhr
Ifo: Kurzarbeit sinkt - aber langsamer
Im Oktober waren laut Ifo-Institut rund 162.000 Beschäftigte im Bereich Verkehr und Lagerei in Kurzarbeit
© Foto: Fotostand /Gelhot/picture-alliance

Im Oktober ist die Zahl der Kurzarbeitenden insgesamt auf knapp 3,3 Millionen zurückgegangen. Diese Entwicklung war auch im Bereich Verkehr und Lagerei spürbar.

München. Die Kurzarbeit in Deutschland sinkt langsamer. Im Oktober ging die Zahl der Betroffenen um rund 450.000 auf knapp 3,3 Millionen zurück, wie das Münchner Ifo-Institut am Mittwoch auf Basis von Schätzungen und Berechnungen mitteilte. Zuvor habe der Rückgang noch rund eine Million Beschäftigte pro Monat betragen. Der Anteil der von Kurzarbeit betroffenen sozialversicherungspflichtig Beschäftigten sank binnen Monatsfrist von 11 auf 10 Prozent.

Bei Verkehr und Lagerei ist der Anteil der Kurzarbeitenden laut den Wirtschaftsexperten von 11,1 Prozent im September auf 8,8 Prozent im Oktober gesunken – damit steht der Bereich vergleichsweise gut da. In diesen Werten ist auch der Personenverkehr enthalten.

„In der Industrie hält sich die Kurzarbeit besonders hartnäckig“, sagte Sebastian Link, Arbeitsmarkt-Experte beim Ifo. Dort liegt ihr Anteil mit 19 Prozent fast doppelt so hoch wie im Durchschnitt aller Branchen. „Vor allem bei Metall, Elektro und Maschinenbau hat es praktisch keinen Rückgang gegeben. Bei den Autoherstellern und ihren Zulieferern sehen wir eine leichte Verbesserung auf schlechtem Niveau“, sagte der Experte.

Besonders hoch ist der Anteil der Kurzarbeiter im Gastgewerbe, wo er laut Ifo-Institut sogar knapp 26 Prozent beträgt. Im Bereich der sonstigen wirtschaftlichen Dienstleistungen wie Zeitarbeit, Messeveranstaltern und Reisebüros sowie Reiseveranstalter sind es 17 Prozent. (dpa/sn)

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