In bester Stimmung aufgrund der erfreulichen Auftragslage und der zunehmenden Beschäftigung bei Lkw hat Bundeswirtschaftsminister Wolfgang Clement (SPD) die 60. Internationale Automobil-Ausstellung (IAA) Nutzfahrzeuge am Donnerstag eröffnet. Clement versprach in seiner Eröffnungsrede, die Politik werde dazu beitragen, „dass die Binnennachfrage angeregt wird und die internationale Wettbewerbsfähigkeit unserer Automobilindustrie erhalten bleibt.“ „Wir haben uns nicht vom deutschen Meckertrend, vereint in Oberjammergau, anstecken lassen. Wir übersehen aber auch nicht, dass die Automobilindustrie insgesamt derzeit zwei Temperaturen erlebt: Wohltemperiert bei Nutzfahrzeugen, frostig im Inlandsabsatz bei Pkw“, sagte Professor Dr. Bernd Gottschalk, Präsident des Verbands der Automobilindustrie (VDA) in seiner Eröffnungsrede. Zuversichtlich stimmt Prof. Gottschalk die Nutzfahrzeugkonjunktur. Sie befinde sich „in voller Fahrt“. Die Industrie spüre derzeit Rückenwind auf allen wichtigen Nutzfahrzeugmärkten der Welt. „Überall wächst der Schwer-Lkw-Markt zweistellig“, betonte er. Selbst der deutsche Markt befinde sich „in der Aufwärtsbewegung“. Prof. Gottschalk wörtlich: „Wir erwarten im Gesamtjahr zweistellige Zuwachsraten in Produktion und Absatz schwerer Nutzfahrzeuge und ein kräftiges Umsatzplus bei Anhängern und Aufbauten.“ Um so wichtiger sei es, mahnte der VDA-Präsident an, dass die deutsche Bundesregierung ihren eingeschlagenen Reformkurs halte. Schließlich wäre es nicht das erste Mal, dass die Branche mit 43 Milliarden Euro Umsatz und 200.000 Beschäftigten in Deutschland Vorreiter einer konjunkturellen Aufwärtsbewegung sei. Mit der vorzeitigen Erfüllung der Grenzwertstufen für Abgase, Euro 4 und Euro 5, habe die Nutzfahrzeugindustrie zudem eine Vorreiterrolle in Sachen Umweltschutz inne.
IAA setzt Zeichen für den Aufschwung
Nutzfahrzeughersteller erwarten im Gesamtjahr zweistellige Zuwachsraten in Produktion und Absatz schwerer Lkw und kräftiges Umsatzplus bei Anhängern und Aufbauten.