MOSKAU. Beim Moskauer Zollkomitee ist die Vorschrift ersatzlos gestrichen worden, dass der Behördenchef jeden Import und Export beim niedrigsten, dem so genannten 5-Prozent-Tarif eigenhändig unterschreibt. Die Vorschrift war am 5. Januar erlassen worden. Zwei Wochen später wurde die Vollmacht auf den Stellvertreter des Amtsleiters erweitert. Dennoch dauerten die Formalitäten noch immer wenigstens vier Tage länger. Die Importe schrumpften auf ein Viertel der üblichen Menge. Am 27. Januar verhängte das Zollkomitee auf rund 80 Prozent aller Importwaren den Unterschriften-Ukas. Kurz vor einem Strafgericht aus dem Kreml setzten ihn die Behörden stillschweigend aus. (vr/jpd)
Hoffnung auf schnelleres Zollverfahren in Moskau
Behördenchef muss nicht mehr jeden Im- und Export unterschreiben.