Die Hamburger Hafen- und Lagerhaus AG (HHLA) will ihre Hinterland-Aktivitäten expansiv weiterentwickeln. 2001 wurden mittels der verschiedenen, regionsbezogenen Ganzzug-Systeme rund 440.000 TEU befördert, sagte Peter Dietrich, HHLA-Vorstandsvorsitzender, vor Journalisten in Hamburg. In diesem Jahr könnte bereits die 1-Million-TEU-Grenze übersprungen werden. Gründe dafür seien die Beteiligung der HHLA mit 50 Prozent an der DB Cargo-Tochter Transfracht. "Im zweiten Halbjahr" werde das Unternehmen außerdem die Verbindung zwischen den HHLA-Terminals im Hamburger Hafen und dem neuen Terminal in Lübeck aufnehmen. Die Ganzzug-Systeme konzentrieren sich laut Dietrich auf die Verknüpfung des Hamburger Hafens mit dem mittel- und osteuropäischen Wirtschaftsraum. So sei die HHLA mit ihrer Tochter Polzug – an ihr ist auch DB Cargo mit rund 33 Prozent beteiligt – inzwischen Marktführer im schienengestützten Containerverkehr zwischen den deutschen Nordseehäfen und Polen. Polzug decke auch Bestimmungen in Litauen, Weißrussland und Moldawien ab. Seit kurzem werde Polzug auch in die Versorgungs-Logistik der US-Army in Afghanistan mit einbezogen. Auf dem Prüfstand stehe dagegen die Beteiligung an der Hansa-Hungaria Container Express (HHCE), die Ungarn und verschiedene Staaten auf dem Balkan bediene. 2001 bewertete Dietrich als sehr erfolgreiches Jahr für das Hafen- und Logistik-Unternehmen. Der Containerumschlag stieg um 11,2 Prozent auf rund 3,1 Millionen TEU (Standardcontainer), der Umsatz legte um 10,6 Prozent auf 490 Millionen Euro zu, und der Jahresüberschuss erreichte 12,3 Millionen Euro. Auch 2002 werde der Erfolgskurs fortgesetzt, nicht zuletzt dank der Inbetriebnahme des neuen Containerterminals Altenwerder. (vr/eha)
HHLA: Hinterland-Aktivitäten sollen expandieren
Ganzzug-Verkehre in den mittel- und osteuropäischen Wirtschaftsraum