Die von Jean Schmitt geleitete Straßburger Transport- und Logistikgruppe Heppner sieht sich in ihrer Unternehmensstrategie bestätigt, bei der sie auf Unabhängigkeit und diversifizierende Allianzen mit europäischen Partnern setzt. Die aktuell zu beobachtende Umgruppierungs-"Mode" wolle man nicht mitmachen, erklärte Schmitt laut einem Bericht der Pariser Les Echos bei der Vorstellung des letzten Jahresergebnisses. Dieses weist mit 2,87 Millionen Euro einen sechsmal höheren Nettogewinn aus als im Vorjahr. 1999 war Heppner nach erheblichen Logistik-Investitionen wieder in die Gewinnzone zurückgekehrt. Der Umsatz 2000 lag bei 302,94 Millionen Euro. 10 Prozent vom Gruppenumsatz haben die Elsässer im vergangenen Jahr an die französische Post (La Poste) verloren, nachdem diese die Kontrolle über DPD übernommen hat. In Frankreich war Heppner deren bedeutendster Franchisenehmer. Für dieses Jahr rechnet Jean Schmitt mit einem Umsatzplus zwischen 5 und 10 Prozent und will sein Hauptaugenmerk auf die Rentabilität legen. Zur anhaltenden Konzentrationswelle im europäischen Transport- und Logistikgewerbe meint der Heppner-Chef, Kapitalzusammenschlüsse seien "nicht die einzige Lösung. Partnerschaften ermöglichten die selben Resultate". (vr/jb)
Heppner setzt auf Allianzen
Die französische Logistikgruppe hat ihren Gewinn hoch gefahren