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Hafenwirtschaft erholt sich schneller als erwartet

© Foto: ddp/Philipp Guelland

Zentralverband der deutschen Seehafenbetriebe rechnet 2010 mit einem Umschlagplus von neun Prozent


Datum:
16.11.2010
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Hamburg. Die deutsche Seehafenwirtschaft erholt sich schneller als erwartet. Allerdings werden die Rekordumschlagzahlen von 2008 in den Seehäfen voraussichtlich erst wieder im Jahr 2013 erreicht. Das sagte Detthold Aden, Präsident des Zentralverbandes der Deutschen Seehafenbetriebe (ZDS) im Vorfeld der ZDS-Mitgliederversammlung in Hamburg. Für 2010 erwartet der ZDS ein Plus von neun Prozent beim Umschlag in den deutschen Seehäfen in Nord- und Ostsee auf 284 Millionen Tonnen. Damit würden rund 40 Prozent des Umschlageinbruchs von 2009 wieder aufgeholt. "2011 erwarten wir ein Wachstum des Gesamtumschlags um vier Prozent auf 295 Tonnen. Damit würde das bisherige Rekordergebnis aus dem Jahre 2008 noch immer um sieben Prozent verfehlt", erklärte Aden.

Während beim landseitigen Umschlag der Anschluss an frühere Wachstumszahlen gelungen sei und sich damit auch die Mengen im Hinterlandverkehr fast wieder auf Vorkrisenniveau bewegten, leide das Transhipment immer noch strak unter den Folgen der Krise. Feederverkehre aus den deutschen Nordseehäfen Richtung Ostsee litten immer noch unter der anhaltenden Wachstumsschwäche der Ostsee-Anrainerstaaten und der geänderten Politik der Reeder, die aufgrund niedriger Charterraten lieber aus den Westhäfen Rotterdam, Amsterdam und Antwerpen Richtung Ostsee feedern. Erst langsam kämen diese Verkehre wieder zurück nach Hamburg.

Die Zahl der Beschäftigten in den 16 deutschen Seehäfen sank Stand 30.06.2010 im Vergleich zum Vorjahresende um 3,6 Prozent auf 10.816. Betroffen von den Streichungen waren in erster Linie Leiharbeitskräfte während die Stammbelegschaft größtenteils gehalten wurde.

Nach zehn Jahren in Verwaltungsrat und Präsidium kandidierte Aden auf der diesjährigen Mitgliederversammlung nicht wieder. Zum Nachfolger als ZDS-Präsident wurde Klaus-Dieter Peters, Vorstandsvorsitzender der Hamburger Hafen und Logistik AG (HHLA) gewählt. In seiner Antrittsrede plädierte Peters noch einmal eindringlich für den raschen Ausbau der Hinterlandanbindung der Seehäfen. "Häfen ohne ausreichende Hinterlandanbindung sind wie Kathedralen in der Wüste", appellierte Peters und betonte mit Blick auf die Finanzierung entsprechender Infrastrukturprojekte, dass die volumengerechte Anbindung nicht nur eine Aufgabe der nördlichen Bundesländer sei sondern eine nationale Aufgabe.

Der ZDS wendet sich strikt gegen Bestrebungen der Brüsseler Generaldirektion Binnenmarkt und Dienstleistungen, den Wettbewerb in Seehäfen über die Vergabe von Konzessionen für Hafendienstleistungen zu regulieren. Das bestehende System, in dem Unternehmen über langfristige Pachtverträge die nötige Sicherheit für Investitionen bekommen, würde dadurch ausgehebelt und die Betrieb in ihrer Existenz gefährden. (diwi) 

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