Der flämische Hafen Zeebrügge hat Bremerhaven beim Automobilumschlag auf den zweiten Platz in Europa verwiesen. Der Unterschied zu Gunsten Zeebrügges fällt mit einem Mehr von rund 6000 Fahrzeugen allerdings äußerst knapp aus. Rund 1,26 Millionen Fahrzeugen in Zeebrügge stehen rund 1,20 Millionen Fahrzeuge in Bremerhaven gegenüber. Auf diese Verschiebung hat jetzt die Hafenverwaltung des zweitgrößten belgischen Seehafens, MBZ, im Zusammenhang mit der Präsentation der vorläufigen Jahreszahlen hingewiesen. Auch für das laufende Geschäftsjahr rechnet Zeebrügge, trotz einer schwächer gewordenen Auto-Konjunktur, mit einem weiteren Wachstum beim Auto-Umschlag. Dazu trügen auch Neugeschäfte bei, über die derzeit noch verhandelt würden, heißt es bei der MBZ. Gründe für den Erfolg seien die hohen Investitionen in Umschlageinrichtungen, die Verlängerung der Wertschöpfungskette vor Ort und ein interessanter Mix aus Schiffsverbindungen im Übersee-, Shortsea- und Fährverkehr, sagte MBZ-Sprecher Piet Vandenkerkhove bei der zu Jahresbeginn 2001 erfolgten Eröffnung des neuen Auto-Terminals von Toyota. Dazu kämen gute Hinterland-Anbindungen. Nach MBZ-Darstellung beträgt der Anteil der Bahn am europäischen Hinterland-Verkehr von und nach Zeebrügge zwischen 40 und 50 Prozent. Zum Vergleich: In Bremerhaven liegt er bei einem guten Drittel. Mit der Umschlagentwicklung 2001 ist die MBZ nicht zufrieden. Mit rund 32,2 Millionen Tonnen schlug der Hafen rund 9,3 Prozent weniger Güter um als im Vorjahr. (vr/eha)
Hafen Zeebrügge: Bei den Auto-Verkehren den ersten Rang erobert
Flämischer Hafen erwartet weiteres Wachstum beim Autoumschlag