Rotterdam/Niederlande. Der Rotterdamer Hafen hat beste Chancen, beim Containerumschlag die Grenze von neun Millionen Standardcontainern (TEU) erstmals zu durchbrechen. Hans Smits, Geschäftsführer der Rotterdamer Hafengesellschaft, hält diesen Wachstumssprung angesichts des „außergewöhnlichen“ Containermengenwachstums im ersten Halbjahr 2005 für erreichbar. Für den aktuellen Berichtszeitraum kann Rotterdam mit 4,6 Millionen TEU aufwarten, 15,6 Prozent mehr als vor einem Jahr. Der Gesamtumschlag des ersten Halbjahres liegt bei 185 Millionen Tonnen und damit um fünf Prozent über dem Vorjahresvergleichszeitraum. 2004 gingen in Rotterdam insgesamt rund 8,3 Millionen TEU über die Kaikanten. Das in den Containern verstaute Ladungsgut beläuft sich aktuell auf rund 45 Millionen Tonnen und damit um sechs Millionen Tonnen mehr als im entsprechenden Vorjahreszeitraum. Zu den wachstumsstärksten Containerverkehr-Fahrtgebieten gehören Fernost, Südamerika-Ostküste (Brasilien), die Baltischen Staaten und Großbritannien. Mit seinem Containermengenplus von 15,6 Prozent schneidet Rotterdam besser ab als seine wichtigsten Mitbewerber innerhalb der Hamburg-Antwerp-Range. Nach HbR-Angaben ist es sogar das erste Mal innerhalb von zehn Jahren, dass der prozentuale Zuwachs Rotterdams im Containerverkehr so deutlich über dem seiner zentralen europäischen Mitbewerber liegt. Die Nummer zwei - in absoluten TEU-Zahlen - ist Hamburg mit 3,8 Millionen TEU (plus 12,4 Prozent) gefolgt von Antwerpen mit 3,1 Millionen TEU (plus 3,3 Prozent) und den Bremischen Häfen mit 1,8 Millionen TEU (plus 12,5 Prozent). Bei den übrigen Gütergruppen ragt unter anderem der starke Zuwachs beim trockenen Massengut hervor. (eha)
Hafen Rotterdam: Kurs auf die Rekordmenge neun Millionen TEU
Das erste Halbjahr 2005 brachte dem Rotterdamer Hafen einen Zuwachs im Containerumschlag um 15,6 Prozent