Hafen Rotterdam: Bahn wächst am stärksten im Hinterlandverkehr

11.07.2008 16:42 Uhr
Betuwe
Auf dem Weg ins Hinterland: ERS-Zug in Rotterdam (Bild: Arndt)
© Foto: Eckhard-Herbert Arndt

Güterbahnstrecke Betuwelijn wirkt sich positiv aus: Hohes Wachstum im Schienenverkehr von und nach Rotterdam

Rotterdam. Der Verkehrsträger Eisenbahn wächst im Seehafen-Hinterlandverkehr des Rotterdamer Hafens am stärksten. Das teilte jetzt das Promotionsbüro für den Schienengüterverkehr in den Niederlanden mit. Danach wurden 2007 rund 905.000 Standardcontainer (TEU) per Bahn von und nach dem Hafen Rotterdam transportiert, ein Plus von 10,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die beiden starken Mitbewerber, das Binnenschiff und der LKW, beförderten im Berichtszeitraum 2,4 Millionen TEU (plus 7,8 Prozent) beziehungsweise 4,5 Millionen TEU (plus 8,2 Prozent) im Falle des LKW. Trotz des deutlichen Mengenzuwachses auf der Schiene gab es beim Modal Split des größten europäischen Seehafens keine Veränderung: So kommt die Bahn auf einen Anteil von elf Prozent, das Binnenschiff von 30 Prozent und der LKW von 59 Prozent. Rotterdamer Hafenexperten gehen allerdings davon aus, dass es bei einer Fortsetzung dieses Pro-Bahn-Trends längerfristig sehr wohl zu einer Verschiebung im Modal Split des Hinterlandverkehrs kommen wird. Einen wichtigen Beitrag dazu wird dabei auch die neue Güterbahnstrecke Betuwelijn leisten, die im Juni 2007 in Betrieb ging. Noch im Herbst dieses Jahres wird die Leistungsfähigkeit der rund 4,5 Milliarden Euro teuren und insgesamt 160 Kilometer langen Bahnstrecke gesteigert. Dann wird das gut 40 Kilometer lange Teilstück „Hafenbahn“ - „Havenspoorlijn“ - der Betuwelijn auf das neue Zugsicherungs-System ERTMS sowie die 25 Kilovolt-Oberleitungs-Stromversorgung umgestellt. (eha)

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