Hafen Rostock: Bahnverbindung nach Rotterdam ab 1. Oktober

11.08.2003 13:19 Uhr

2004 sind zehn Millionen Euro für den Ausbau der KLV-Kapazitäten vorgesehen

Rostock. "Große Hoffnungen" setzt der Rostocker Hafen in die neue, schienengestützte "Landbrücken-Verbindung" von und nach Rotterdam, die ab dem 1. Oktober offiziell startet. Sie wird auch Duisburg mit einbeziehen. Durch diese Verbidnung werde Rostock seine Bedeutung als Verkehrsdrehscheibe im Ostseeraum nachhaltig verbessern, sagte Ulrich Bauermeister, Geschäftsführer der Hafen-Entwicklungsgesellschaft Rostock (HERO), am Samstag in Rostock bei der Vorlage des Halbjahresergebnisses. Die neue Landbrücke sei das Ergebnis einer fruchtbaren, ergbnisorientierten Zusammenarbeit zwischen sechs Partnern, nämlich der HERO, des Städtischen Hafenbetriebs Rotterdam (SHR), der Kombiverkehr KG/DB Cargo, der Firma Conliner sowie der Umschlaggesellschaften DeCe TE (Duisburg) und ECT (Rotterdam). Bauermeister erwartet in der Startphase 30.000 Sendungen pro Jahr. Tendenz: steigend. Künftig werde sich dieses Konzept, das inzwischen zu einem Vorbild auch für andere Häfen - Beispiel: Kiel- Amsterdam - geworden sei, durchsetzen und auch in finanzieller Hinsicht erfolgreich sein, meinte der HERO-Chef. Der Rostocker Hafen investiert nachhaltig in den Ausbau seiner Umschlagkapazitäten, darunter auch für den kombinierten Ladungsverkehr (KLV). So stehen 2004 rund zehn Millionen EUR für die Erweiterung des bestehenden KLV-Terminals bereit. Im ersten Halbjahr wurden rund 25.150 Einheiten umgeschlagen und verladen, 4.500 mehr als im Vergleichszeitraum 2002. Mit der Umschlagentwicklung ist Rostock im Großen und Ganzen zufrieden. Mit 11, 9 Millionen Tonnen erzielten die Rostocker Häfen (Stadt- und Überseehafen) das höchste Halbjahresergebnis der Geschichte. Wachstumsträger im Überseehafen ist weiter der Fährverkehr. Einen bedeutenden Wachstumsschub verspricht sich Bauermeister auch von der neuen Mobilkran-Fabrik der Firma Liebherr. Sie wird ab 2005 ihre Produktion im Überseehafen aufnehmen. Bauermeister rechnet als Folge unter anderem mit einer Zunahme des konventionellen Umschlags, vor allem von Stahlteilen, die Liebheer für die Produktion benötigt. (vr/eha)

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