Mit der Fertigstellung des neuen Ostuferhafens in der ersten Hälfte 2002 plant die Seehafen Kiel GmbH die Gründung einer eigenen Tochtergesellschaft. Mit ihr will das stadteigene Unternehmen "den Einstieg in das operative Geschäft" vollziehen, stellte Jörg Rüdel, Geschäftsführer der Seehafen Kiel GmbH, am Donnerstag in Kiel vor Journalisten in Aussicht. Die Maßnahme stehe im Zusammenhang mit Überlegungen, die Wertschöpfungstiefe zu vergrößern. Dabei sollten auch andere Dienstleister als Mitgesellschaften einer solchen Firma gewonnen werden. Entsprechende Gespräche würden bereits geführt. Die für 70 Millionen Mark geplante Erweiterung des bereits bestehenden Ostuferhafens biete für einen solchen Schritt ideale Voraussetzungen. Das Umschlagaufkommen des Kieler Hafens stieg im vergangenen Jahr um 19 Prozent auf rund 4,9 Millionen Tonnen. Rüdel geht davon aus, die psychologisch bedeutsame Schallmauer von fünf Millionen Tonnen im laufenden Geschäftsjahr zu überschreiten. "Viel wichtiger als die reine Tonnage ist für mich allerdings das, was unter dem Strich übrig bleibt", betonte Rüdel. Auch hinsichtlich seines finanziellen Resultates sei der Hafen mit 2000 zufrieden. Motor der positiven Gesamtentwicklung sei der Verkehr mit Russland und den Baltischen Staaten. Er trage inzwischen zu fast einem Drittel zum Gesamtaufkommen des Förde-Hafens bei. Kiel sei heute die Drehscheibe unter den deutschen Ostseehäfen für die Osteuropa-Verkehre . (vr/eha)
Hafen Kiel: Einstieg ins operative Geschäft geplant
Kiel heute Drehscheibe für Osteuropa-Verkehre