Hamburg. Hamburgs Hafenunternehmen haben den Geldhahn für Investitionen in den Ausbau und die Erneuerung ihrer Anlagen weit aufgedreht. „Wir rechnen im laufenden Jahr mit rund 204 Millionen Euro an Investitionsvolumen", erklärte Norman Zurke, Geschäftsführer beim Unternehmensverband Hafen Hamburg e.V. (UVHH), gegenüber der VerkehrsRundschau. Und auch 2007 setzt sich diese Entwicklung fort. Nach UVHH-Erhebungen stehen dann rund 261 Millionen Euro auf dem Ausgabenzettel. Zur besseren Einordnung: 2005 gaben Hamburgs Hafenfirmen rund 224 Millionen Euro aus, womit sie die bis dato gültige Rekordmarke aus dem Jahr 2002 von 196 Millionen Euro deutlich passiert hatten. Die Ausgaben des laufenden und des nächsten Jahres konzentrieren sich vor allem auf zwei Großprojekte: die Runderneuerung des Containerterminal Burchardkai (CTB) der HHLA sowie der Ausbau des Containerterminal Hamburg (CTH) der Eurogate-Gruppe. Zurke: „Die Investitionen der Hamburger Hafenwirtschaft stellen damit einen wichtigen Wachstumsimpuls für die regionale Wirtschaft dar." Für die Metropolregion Hamburg bleibt der Hafen ein Arbeitgeber von herausragender Bedeutung. Direkt und indirekt hängen für die Region 156.000 Arbeitsplätze ab. Allein im vergangenen Jahr kamen 2000 neue Jobs im Hafen dazu. Doch die Arbeitsplatzwirkung strahlt sogar bis weit in die Bundesrepublik hinein. UVHH-Berechnungen zufolge sind vom Hafen 258.300 Arbeitsplätze abhängig, zu denen auch die bereits genannten Jobs innerhalb der Metropolregion Hamburg gehören. Und auch für den Fiskus ist der Hafen eine gut sprudelnde Geldquelle. Jährlich generiert der Hafen rund 848 Millionen Euro an Steuereinnahmen. (eha)
Hafen Hamburg: Investitionen auf Spitzenniveau
Unternehmensverband Hafen Hamburg rechnet für 2006 mit Investitionen von mehr als 200 Millionen Euro in Ausbau und Erneuerung der Anlagen