Genua. Der Hafen von Genua muss mehr auf die Schiene setzen, will er konkurrenzfähig bleiben. Bisher werden die umgeschlagenen Container nur zu 20 Prozent per Bahn an- und abtransportiert. Nur 35 Züge kommen pro Tag an den Schienenterminals des größten italienischen Hafens an. Das bedeutet, das täglich 3600 LKW die restlichen 80 Prozent der Menge bewältigen. Für die Stadt und das Umland von Genua ist das eine unzumutbare Belastung, schreibt die Zeitung „Secolo XIX“, schon jetzt kommen und gehen die Hälfte aller LKWs an den Autobahnmautstellen vom und zum Hafen von Genua. Gerade in Zeiten der Krise müsse man über eine Exit-Strategie nachdenken, auch wenn der Containerumschlag 2008 um 4,8 Prozent zurückgegangen ist und 2009 wenig Besserung verspricht. Bereits jetzt müsse man die Grundlage legen, um mehr Züge einzusetzen, etwa nachts vom 22.00 Uhr bis 5.00 Uhr. Das wären 30 zusätzliche Züge. Der Hafen würde damit über ein kontinuierlich arbeitendes Zugterminal verfügen, weitere 1.200 LKW täglich könnten damit „eingespart“ werden. (rp)
Hafen Genua will Schienenanbindung verbessern
Norditalienischer Hafen will Umschlag per Bahn nahezu verdoppeln