DUISBURG. Die Hafen Duisburg AG wird über ein Tochterunternehmen ins Bahngeschäft einsteigen. Das teilte Erich Staake, Vorstandssprecher der Duisburger Hafen AG, auf der Jahrespressekonferenz seines Hauses mit. "Wir werden im April die Firma duisport rail gründen", sagte Staake vor Journalisten. Das neue Unternehmen habe bereits eine Lizenz als Eisenbahnverkehrsunternehmen (EVU) des öffentlichen Verkehrs erhalten, so der Vorstandschef. Damit könnten theoretisch europaweite Transporte in Eigenregie durchgeführt werden. Im ersten Schritt gehe es allerdings darum, "den Kunden im Duisburger Hafen sowohl für Rangierarbeiten und Transporte im lokalen Bereich als auch für die Abwicklung von Güterrelationen in der Region zur Verfügung zu stehen", präzisierte Staake. Auch sei die Gründung im Zusammenhang mit Plänen von DB Cargo zu sehen, sich aus der Fläche zurück zu ziehen. Für das Jahr 2000 konnte die Hafen-Gruppe allerdings keine höheren Umschlagzahlen verkünden. Mit 21 Millionen Tonnen orientierte sich die Umschlagleistung am Vorjahresniveau. Die Umsätze der Unternehmensgruppe legten um 20 Prozent auf 64 Millionen Mark zu. Doch Staake betonte noch einmal, das Duisburg sich vor allem wegen des Projektes Logport auf dem Weg zu einem intermodalen Logistik-Zentrum befinde. Neben Montan-Massengütern und massenhaftem Stückgut sollen Container und Warehousing-Aktivitäten künftig das Tagesgeschäft im Hafen bestimmen. Bis 2004 will der Hafen rund 500 Millionen Mark in seine Infrastruktur investieren. (vr/eha)
Hafen Duisburg steigt ins Bahngeschäft ein
Duisport rail soll im April gegründet werden.