Die Konjunkturschwäche in den wichtigen Industriestaaten, allen voran den USA, macht sich auch im internationalen Seehandel bemerkbar. So meldet der flämische Hafen Antwerpen eine deutliche Abflachung der Wachstumskurve im 1.Halbjahr 2001. Mit 65,6 Millionen Tonnen betrug der Umschlagzuwachs noch 3,3 Prozent gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres. Damals betrug das Umschlagplus noch 14,1 Prozent. Die aktuelle Gesamtmenge, aufgeteilt nach Stück- und Massengütern, zeigt als Trend: Deutlich höhere Wachstumsraten im Massengutsegment (flüssig/trocken) stehen kleineren Zuwachsraten im Stückgutbereich gegenüber, zu dem auch der Container- und der Ro/Ro-Verkehr gehört. Beim Containerverkehr, in dem Antwerpen in den letzten Jahren von hohen Zuwächsen verwöhnt war, verzeichnete der Hafen ein Plus von drei Prozent auf rund 2,05 Millionen TEU. Auf Tonnenbasis betrug das Plus 3,8 Prozent auf 22,8 Millionen Tonnen. Enttäuschend verlief auch die Entwicklung beim konventionellen Stückgut, in dem Antwerpen innerhalb der Hamburg-Le Havre -Range stets einen Spitzenplatz einnehmen konnte. Mit 8,6 Millionen Tonnen lag das Aufkommen um 7,2 Prozent unter dem Vorjahresniveau. Der Massengutumschlag verbesserte sich um 7,1 Prozent auf 17,1 Millionen Tonnen bei Flüssiggütern und um plus 5,4 Prozent auf 13,9 Millionen Tonnen beim trockenen Massengut. (vr/eha)
Hafen Antwerpen im 1.Halbjahr: Güterumschlag wächst nur langsam
Stückgut-Aufkommen lag um 7,2 Prozent unter dem Vorjahresniveau