WIESBADEN. Die Eisenbahnen haben im Jahr 2001 mit 288,2 Millionen Tonnen auf dem deutschen Schienennetz zwei Prozent weniger gewerblich transportiert als im Vorjahr. Das teilte Destatis, das Statistische Bundesamt mit. Der Rückgang traf alle Hauptverkehrsverbindungen: Der Binnenverkehr gab um 2,1 Prozent auf 189,6 Millionen Tonnen nach; die Versandmengen in das Ausland (41,3 Millionen Tonnen) gingen um 2,5 Prozent, die aus dem Ausland empfangenen Mengen (47,1 Millionen Tonnen ) um 1,2 Prozent zurück und der Durchgangsverkehr (10,2 Millionen Tonnen) unterschritt das Vorjahresergebnis um 2,9 Prozent. Den größten absoluten Rückgang gab es mit 4,0 Millionen Tonnen beim Transport fester mineralischer Brennstoffe (54,3 Millionen Tonnen), das waren 6,9 Prozent weniger als im Vorjahr. Danach folgen landwirtschaftliche Erzeugnisse (7,4 Millionen Tonnen), deren Volumen um 2,9 Millionen Tonnen (- 27,8 Prozent) schrumpfte; hier ist zu berücksichtigen, dass diese Güterart im Jahr 2000 ein Plus von 31,9 Prozent gegenüber 1999 erzielte. Erze und Metallabfälle (28,7 Millionen Tonnen) verfehlten ihre Vorjahresmenge um 1,5 Millionen Tonnen (- 5,1 Prozent); die Beförderung von „Besonderen Transportgütern“ (29,0 Millionen Tonnen), die den Großteil des kombinierten Verkehrs beinhalten, ging um nahezu 1,0 Millionen Tonnen (- 3,2 Prozent) zurück. Zuwächse erreichten folgende Güterarten: Steine und Erden (34,9 Mill. t) kamen mit 6,7 Prozent auf das größte Plus. Es folgten der Transport von anderen Halb- und Fertigerzeugnissen (22,9 Millionen Tonnen; + 6,6 Prozent), die u.a. Fahrzeuge und Maschinen beinhalten, sowie Mineralölerzeugnisse (25,4 Millionen Tonnen; + 2,8 Prozent) und Eisen, Stahl und NE-Metalle (54,0 Millionen Tonnen; + 0,3 Prozent). (vr/dpa)
Güteraufkommen im Bahnverkehr sinkt um zwei Prozent
Größter Rückgang bei festen mineralischen Brennstoffen, größter Zuwachs bei Steinen und Erden