Grundstein für erstes VW-Werk in Russland gelegt

30.10.2006 10:07 Uhr

Der Wirtschaftsminister der Russischen Förderation, German Gref, und der Vorstandsvorsitzende von Volkswagen, Bernd Pischetsrieder, haben am Samstag im russischen Kaluga den symbolischen Grundstein für das neue Volkswagen-Werk in Russland gelegt.

Kaluga/Russische Förderation. "Die Investition in Kaluga ist für unseren Konzern von großer strategischer Bedeutung. Mit der Produktion in Russland hat der Konzern die Möglichkeit, von dem rasanten Wachstum des russischen Automobilmarktes zu profitieren", sagte Pischetsrieder. Die Verträge über die Ansiedlung des Werkes waren am 29. Mai 2006 in Moskau unterzeichnet worden. Die Pläne sehen nach VW-Angaben vor, bereits im nächsten Jahr mit der Montage von teilzerlegten Fahrzeugen der Marken Volkswagen und Skoda zu beginnen. Im Jahr 2009 soll dann das gesamte Werk mit einer jährlichen Kapazität von 115.000 Fahrzeugen die Produktion aufnehmen. Dazu werden auf dem rund 400 Hektar großen Gelände am Rand der Stadt Kaluga (zirka 150 Kilometer südwestlich von Moskau gelegen) Gebäude für Karosseriebau, Lackiererei und Montage sowie für die Verwaltung errichtet. Pischetsrieder sagte: "Der russische Automobilmarkt gehört zu den interessantesten der Welt. Bislang sind die Marken des Konzerns nur über Vertriebsgesellschaften in dem Land vertreten. Wenn wir aber an dem absehbaren Wachstum nachhaltig teilhaben wollen, müssen wir auch in Russland fertigen." Er betonte, dass die Fertigung in Kaluga für bis zu 3.500 neue Arbeitsplätze direkt bei Volkswagen in Russland sorgen werde. Weitere positive Arbeitsmarkteffekte für die Region seien durch die Ansiedlung von Zulieferern und anderer Unternehmensbereiche entlang der automobilen Wertschöpfungskette zu erwarten. "Außerdem werden mittelfristig zahlreiche Komponenten für den Automobilbau aus den anderen Werken des Konzerns angeliefert. Das wird auch die Arbeitsplätze in anderen Konzernwerken stabilisieren", sagte Pischetsrieder weiter. In der Endausbaustufe wird das neue Werk in Kaluga nach VW-Angaben einen eigenen Eisenbahnanschluss haben, über den die Versorgung der Produktion mit den entsprechenden Teilen und Komponenten sichergestellt wird. Ebenso ist eine Fläche vorgesehen, auf der sich Zulieferer für die Produktion ansiedeln können.

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