Einen Kurswechsel bei der Förderung des Schienengüterverkehrs haben die Fraktion von Grünen und FDP im Baden-Württembergischen Landtag gefordert. Vor allem die Güterbahnhöfe auf dem Land sollten vom Land unterstützt und vor der Schließung bewahrt werden, sagte der verkehrspolitische Sprecher der Grünen, Boris Palmer. Die FDP forderte größere Anstrengungen der Deutschen Bahn: "Das nachlassende Engagement ist deshalb von Brisanz, weil die Engpässe im Gütertransport auf der Straße schon heute so gravierend sind, dass der Wirtschaftsstandort Baden-Württemberg gefährdet ist", sagte die verkehrspolitische Sprecherin Heiderose Berroth. Privaten Unternehmen müsse es weiter erleichtert werden, Güterzüge zu betreiben. Verkehrsminister Ulrich Müller (CDU) verteidigte die Politik der Regierung. Die Probleme seien zwar massiv, doch seien die Handlungsmöglichkeiten des Landes beschränkt. Das Land fördere den Güterverkehr in diesem Jahr mit 4,1 Millionen Euro, im kommenden Jahr stünden 5,1 Millionen Euro bereit. Die hauptsächliche Zuständigkeit läge jedoch beim Bund. (vr/dpa)
Grüne und FDP fordern Kurswechsel beim Güterverkehr auf der Schiene
Güterbahnhöfe auf dem Land sollen vor der Schließung bewahrt werden