Hamburg. Hamburgs Grüne haben die Umschlagbetriebe aufgefordert, freiwillig auf Atomtransporte durch den Hafen zu verzichten. „Im Interesse einer auf Nachhaltigkeit und erneuerbare Energien ausgerichteten Gesamtwirtschaft und im Interesse der Sicherheit Hamburgs und seiner Menschen möchten wir (...) eine freiwillige Selbstverpflichtung der Umschlagbetriebe analog zur Bremer Regelung anregen“, heißt es in einem Brief der Grünen-Fraktion an die Vorstände der drei großen Hamburger Terminalbetreiber HHLA, Eurogate und Buss-Gruppe. An diesem Donnerstag befasst sich der Umwelt- und der Wirtschaftsausschuss der Bürgerschaft mit einem Antrag der Linken auf Sperrung des Hafens für Atomtransporte - was die Grünen in der Sache zwar für richtig, rechtlich jedoch für bedenklich halten.
Ihrer Ansicht nach sollten stattdessen die Unternehmen einen freiwilligen Verzicht vereinbaren. „Die Hafenbetriebe sollten hier Verantwortung übernehmen. Für die Sicherheit der Menschen in Hamburg wäre das ein gutes Signal aus dem Hafen“, erklärte der Grünen-Hafenexperte Anjes Tjarks. Derzeit würden trotz des beschlossenen Atomausstiegs immer noch jedes Jahr Hunderte Tonnen Kernbrennstoffe im Hafen umgeschlagen, heißt es in dem Schreiben. (dpa)