Grüne: Elbvertiefung gefährdet Deichsicherheit

24.01.2007 11:51 Uhr

Abgeordnete werfen Landesregierung von Niedersachsen Herunterspielung der ökologischen Folgen vor

Hannover. Eine weitere Vertiefung der Elbe gefährdet aus Sicht der Grünen im niedersächsischen Landtag die Sicherheit der Deiche. Die Landesregierung versuche, die ökologischen Folgen einer weiteren Vertiefung herunterzuspielen, sagte der Abgeordnete Hans- Jürgen Klein zum Auftakt der Plenarsitzung am Mittwoch in Hannover: "Bringen Sie den Deichschutz in Niedersachsen auf ein vernünftiges Niveau, indem Sie den Klimawandel mit einrechnen." Umweltminister Hans-Heinrich Sander (FDP) dagegen sagte, Niedersachsen sei auf den drohenden Anstieg des Meeresspiegels bestens vorbereitet. Das Land werde 500 Millionen Euro in den Deichschutz investieren. Die Elbvertiefung ist nach Meinung der Hamburger Hafenwirtschaft notwendig, damit auch die größten Containerschiffe den Hafen anlaufen können. Das Projekt sieht vor, die Fahrrinne der Elbe bis spätestens 2009 um einen Meter zu vertiefen. Umweltschützer befürchten Folgen für die Hochwasserstände. Für die Vertiefung der Elbe müssten rund 38 Millionen Kubikmeter Sand und Schlick aus der Fahrrinne gebaggert werden, die anschließend überwiegend im Bereich der Elbmündung wieder ins Wasser gepumpt werden. Hamburg hatte im September 2006 offiziell den Antrag auf Planfeststellung zur Vertiefung der Fahrrinne der Elbe gestellt. CDU- Fraktionschef David McAllister sagte: "Nur wenn die Deichsicherheit zu hundert Prozent gewährleistet ist, kann und wird das Land Niedersachsen einer weiteren Elbvertiefung zustimmen." (dpa)

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