Mit Zwangsmaßnahmen für Lastwagen will das Schweizer Verkehrsministerium vom kommenden Montag an Verkehrsüberlastungen auf der Strecke durch den Gotthard-Tunnel vorbeugen. Der Schwerverkehr soll schon an den Grenzen umgeleitet werden, falls die Stauräume am Abend nicht mehr freigemacht werden können, teilte das Ministerium am Mittwoch in Bern mit. Seit dem schweren Unglück Ende Oktober werden Lkw einspurig durch den fast 17 Kilometer langen Tunnel geführt. Das bringt lange Wartezeiten mit sich. Das so genannte Dosierungssystem mit den Stauräumen vor beiden Portalen des Tunnel ist auf eine Tagesmenge von 3500 Lastwagen ausgerichtet. Derzeit verzeichnet und erwartet das Ministerium aber ein deutlich höheres Verkehrsaufkommen. Die Polizeistellen der Kantone Uri im Norden und Tessin im Süden sind nun von Bern ermächtigt, bei einer Überlastung zu handeln. Der Zoll informiert dann die Fahrer. (vr/dpa)
Gotthard-Engpass
Lastwagen können zwangsweise umgeleitet werden