Er fiel von 89,9 Punkte auf 88,8 Punkte. Damit signalisiert der Indikator, dass der Aufschwung zumindest vorübergehend unterbrochen sein könnte, so Hans-Werner Sinn, Präsident des Ifo Instituts für Wirtschaftsforschung. Der Rückgang resultiert primär aus einer ungünstigeren Einschätzung der Perspektiven für die nächsten sechs Monate, aber auch die Urteile zur gegenwärtigen Geschäftslage fielen etwas schlechter aus. Zur Eintrübung des Geschäftsklimas trugen wie schon im letzten Monat vor allem ungünstigere Meldungen aus dem verarbeitenden Gewerbe bei. Im Bauhauptgewerbe blieb demgegenüber der Klimaindikator unverändert. Im Einzel- und Großhandel fiel das Geschäftsklima nach der leichten Erholung im Vormonat wieder auf den Stand vom Juni zurück. Auch in den neuen Bundesländern hat sich das Geschäftsklima der gewerblichen Wirtschaft verschlechtert, wenn auch etwas weniger als im Westen. Der Rückgang resultiert auch hier vorwiegend aus der ungünstigeren Entwicklung in der Industrie. In der ostdeutschen Bauwirtschaft verschlechterte sich das Klima nur leicht und im Handel trat eine leichte Besserung ein. Das Münchner Ifo-Institut befragt zur Ermittlung des Index jeden Monat 7000 Unternehmen in ganz Deutschland zu ihrer Einschätzung der Geschäftslage und zu ihren Erwartungen für die kommenden sechs Monate.
Geschäftsklima wird immer rauher
Der Ifo-Geschäftsklimaindex der gewerblichen Wirtschaft in den alten Bundesländern hat sich im August zum dritten Mal in Folge verschlechtert.