Magdeburg/Berlin. Hauptstraße wie? Dorfstraße wo? Die Zusammenlegung vieler Orte zu neuen großen Gemeinden lässt die Postzusteller immer häufiger über die richtigen Adressaten rätseln. "Je mehr Kommunen sich zusammenschließen, desto größer sind die Schwierigkeiten", sagte die Post-Sprecherin für Sachsen-Anhalt, Anke Baumann, am Montag der dpa. Gefährlich seien vor allem inflationär gebrauchte Straßennamen wie eben Hauptstraße oder Dorfstraße. Wenn sich sieben Orte zusammenschließen, gibt es diese Bezeichnungen unter Umständen ebenso oft. Besonders schwierig werde es, wenn die Adresse den neuen Gemeindenamen und den alten Straßennamen enthalte. Dann könnten manchmal noch die Zusteller unter sich ausmachen, wer denn gemeint ist. Aber es gelte der Grundsatz: "Auf Verdacht zustellen, geht nicht." Die Folge sei, dass Zustellungen an den Absender zurückgingen. Deshalb fordere die Post die betroffenen Gemeinden auf, möglichst zügig Straßen umzubenennen, um Mehrdeutigkeiten zu vermeiden, sagte Baumann. Betroffen seien sicherlich tausende Straßen im Land. (dpa)
Gemeindereform lässt Postboten öfter rätseln
Zusammenlegung von mehreren Gemeinden sorgt für Verwirrung bei den Briefzustellern, weil manche Straßennamen innerhalb einer Gemeinde mehrfach verwendet werden