Offenbach. Die Genossenschaft Güterkraftverkehrsunternehmer der Bundesbahn eG (GdB) und deren Tochterfirma, die GdB-Charter-Mobil, haben am Montag Insolvenz angemeldet. Der Grund sind Liquiditätsengpässe aufgrund von Forderungsausfällen in Höhe von fünf bis sechs Millionen Euro. "Wir haben den Banken einen Sanierungsplan vorgelegt, der jedoch nicht akzeptiert wurde", sagte Aribert Kusch, Vorsitzender des Aufsichtsrates der GdB gegenüber der VerkehrsRundschau. Erst am 30./31. Mai 2003 hatte die GdB auf ihrem Jahreskongress ihren 50. Geburtstag gefeiert. Damals war von einer Liquiditätskrise laut Kusch noch nichts zu spüren gewesen. Die GdB hat bereits erste Konsequenzen gezogen. Die Genossenschaft hat sich von Adolf Kopecki, seit 1993 Mitglied des Vorstandes, getrennt. "Beide Parteien haben sich einvernehmlich auf eine Vertragsbeendigung verständigt," lautet die offizielle Erklärung in einem Schreiben der GdB an ihre Mitglieder. Jedoch war aus GdB-Kreisen zu hören, dass die Liquiditätskrise die Ursache ist, warum Kopecki gehen musste. Wie es mit der GdB nun weitergeht, ist noch nicht abschließend geklärt. "Ziel ist es, die GdB weiterzuführen,", sagte Kusch. Es besteht ein Sanierungskonzept, das unter dem Insolvenzverwalter umgesetzt werden soll. Dabei will man sich von Beteiligungen trennen, um so das Risiko für die Genossenschaft einzuschränken. Für die Mitglieder will man die bisherigen Leistungen weiter anbieten über Vermittlungen, für die dann eine Provision fällig wäre. (cd/vr)
GdB und GdB-Charter-Mobil melden Insolvenz an
Vorstand Kopecki muss Sessel räumen.