Die EU-Verkehrsminister sollen sich auf ihrer Tagung am 20. Dezember eindeutig für die Fortführung des EU-Satellitennavigationsprojekts Galileo entscheiden. Das fordert die EU-Kommission in einer Mitteilung, in der sie die zum Jahresende auslaufende "Definitionsphase" des Hochtechnologie-Vorhabens bilanziert. Vom EU-Ministerrat gab es bisher zwar prinzipelle Zustimmung, aber auch Skepsis. Die EU-Kommission wies darauf hin, dass das von Transporteuren bereits genutzte US-Satellitensystem GPS vom Militär finanziert und verwaltet werde. Es könne die Signale jederzeit einstellen oder ihre Genauigkeit herabsetzen. Derzeit gebe es preisgünstige GPS-Empfänger, ohne dass Genauigkeit oder Verfügbarkeit des Dienstes garantiert würden. Dagegen wäre Galileo ein ziviles System mit 30 Satelliten auf einer Umlaufbahn in 23.000 km Höhe. (dw)
Galileo mit ungewisser Zukunft
EU-Ministerrat gespalten in Zustimmung und Skepsis