Brüssel. Ein halbes Jahr, nachdem die EU-Verkehrsminister grünes Licht für das EU-Satellitensystem "Galileo" gegeben haben, wurde jetzt erstmals über seine Dienste informiert. Nach einem Bericht der EU-Kommission wird es ab 2008 fünf Angebote geben. Ein kostenloser "Basisdienst" für die Öffentlichkeit sei mit dem Gratisdienst des US-Systems GPS vergleichbar, aber "qualitativ besser und zu-verlässiger". Ein "Kommerz-Dienst mit höherer Leistung" eigne sich für Präzisionsarbeiten wie die Lkw-Flottennavigation. Ein "Safety-of-Life-Dienst" ist laut Report für die Sicherheitsüberwachung in sensiblen Sektoren wie Luft- oder Seeverkehr bestimmt. Für Nothilfe- und Rettungssituationen sei ein "Search-and-Rescue-Dienst" reserviert. Schließlich werde ein verschlüsselter "öffentlich-regulierter Dienst" für den Zivil- und Rechtsschutz sowie die nationale Sicherheit eingesetzt. Die Definition der Galileo-Dienste sieht EU-Verkehrskommissarin de Palacio als wichtige Vorbereitung auf die Weltfunkkonferenz im Juli 2003. (vr/dw)
Galileo-Dienste stehen jetzt fest
Definition gilt als wichtige Vorbereitung für Weltfunkkonferenz