Galileo-Bodenstation in Französisch-Guayana eröffnet

20.11.2009 16:10 Uhr
Satellit
Die ersten Satelliten sollen Ende kommenden Jahres ins All geschossen werden
© Foto: ESA

Die ersten von insgesamt 30 Satelliten werden 2010 ins All geschossen, weitere Bodenstationen sind in Italien und Bayern geplant

Paris. Die Bodenstation des europäischen Navigationssystem Galileo ist in Französisch-Guayana offiziell eröffnet worden. Der Standort sei besonders wichtig, da dort die meisten Funktionen zusammenliefen, teilte die Europäische Raumfahrtagentur ESA heute in Paris mit. Die Bodenstation befinde sich auf dem Gelände des europäischen Raumfahrtzentrums Guayana (CSG) und werde von der französischen Raumfahrtagentur "Cnes" zur Verfügung gestellt. Von Kourou aus lassen sich später die Satelliten steuern. Zudem sind mehrere Stationen zum Senden und zum Empfang von Navigationssignalen vorgesehen. Weitere Bodenstationen werden im italienischen Fucino und im bayerischen Oberpfaffenhofen eingerichtet. Die ersten von insgesamt 30 Satelliten werden voraussichtlich in der zweiten Jahreshälfte 2010 ins All geschossen. Als Transportmittel sollen zwei russische Sojus-Raketen zum Einsatz kommen. Galileo soll von 2013 an Autofahrern, Landwirten oder Rettungsdiensten eine metergenaue Ortung bieten und so dem US-System GPS Konkurrenz machen. Ursprünglich sollte das europäische Prestigeprojekt bereits 2008 an den Start gehen. Wegen Streitigkeiten unter den Firmen eines einst vorgesehenen Industrie-Konsortiums sowie den Regierungen um den Sitz von Kontrollzentren gab es immer wieder Verzögerungen. Für das Galileo-Programm stehen bis 2013 mehr als 3,4 Milliarden Euro bereit. (dpa)

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