München. Der frühere Vorstandsvorsitzende des Maschinenbau- und Nutzfahrzeugekonzerns MAN, Rudolf Rupprecht, wird an diesem Mittwoch (12. Januar) 65 Jahre alt. Zum Jahreswechsel hatte der Schwede Hakan Samuelsson, bis dahin Chef der Nutzfahrzeug-Sparte von MAN, Rupprecht an der Konzernspitze abgelöst. In Branchenkreisen wird erwartet, dass Rupprecht bei der nächsten Hauptversammlung als Aufsichtsratsmitglied vorgeschlagen wird. Er selbst hatte bereits deutlich gemacht, dass er den Vorsitz des Kontrollgremiums ablehnt. Rupprecht war fast vier Jahrzehnte in verschiedenen leitenden Positionen bei MAN tätig. Der in Berlin geborene Sohn eines Ingenieurs studierte nach dem Abitur an der TH München und graduierte 1964 zum Diplomingenieur und 1966 zum Diplom-Wirtschaftsingenieur. 1966 startete er dann als Vertriebsingenieur seine Karriere bei MAN. Seit 1993 war er Vorstandsvorsitzender. Als MAN-Chef musste er mehrfach Krisen überstehen, zuletzt in den Jahren 2002 und 2003, als beispielsweise die Druckmaschinen-Sparte von MAN in eine deutliche Schwächephase geriet. Für 2004 erwartet der Konzern einen Vorsteuergewinn von 450 Millionen Euro und nähert sich damit allmählich wieder früheren Größenordnungen an. Rupprecht galt als Verteidiger einer breiten Aufstellung des Konzerns. Kurz vor seinem Ausscheiden ging er zudem noch die Konzern-Forderung nach längeren Arbeitszeiten ohne Lohnausgleich an, um die Arbeitskosten zu senken. (dpa)
Früherer MAN-Chef Rudolf Rupprecht wird 65
Zum Jahreswechsel löste der Schwede Hakan Samuelsson, bis dahin Chef der Nutzfahrzeug-Sparte von MAN, Rupprecht an der Konzernspitze ab