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Fraunhofer: Verdopplung des Güterverkehrs per Bahn nicht realistisch

Professor Uwe Clausen
© Foto: IML/Tamagnini

Dortmunder Wissenschaftler schätzt die Verlagerungsmöglichkeiten vom LKW auf die Güterbahn deutlich geringer ein als das UBA.


Datum:
30.09.2010
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München/Dortmund. Eine Verdopplung der Warentransporte per Güterbahn ist nach Meinung des Fraunhofer Instituts für Materialfluss und Logistik (IML) nicht möglich. "Ich halte 140 bis 160 Milliarden Tonnenkilometer bei den jetzigen Investitionsplanungen für realistisch", sagt Professor Uwe Clausen im Interview mit der VerkehrsRundschau (Ausgabe VR 39/2010 vom 1. Oktober). Der Inhaber des Lehrstuhls Verkehrssysteme und -logistik der Universität Dortmund und Mitglied der Institutsleitung des Dortmunder Fraunhofer-Instituts widerspricht damit der kürzlich veröffentlichten Untersuchung des Umweltbundesamtes, dass sich die Transportleistung des Schienengüterverkehrs bis 2030 gegenüber heute auf 213 Millionen Tonnenkilometern verdoppeln ließe.

Auch die vom UBA geforderten Investitionen von 11 Milliarden Euro in die Schiene beurteilt der Dortmunder Wissenschaftler kritisch: "Die Verlagerungseffekte sind zwar noch nicht ausgeschöpft und gewisse Investitionen machen Sinn, aber systembedingt führen selbst größere Investitionen irgendwann zu keinem weiteren signifikanten Ansteigen der Verkehrsleistung auf der Schiene", sagt Clausen. Wie in vielen anderen Bereichen auch existiere hier ein abnehmender Grenznutzen, so der Logistikforscher. (ak) 

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