Wie erwartet, hat die EU-Kommision der geplanten Übernahme des zur französischen Staatsbahn SNCF gehörenden, hochverschuldeten Bahnfrachtunternehmens Sernam durch die ebenfalls SNCF-kontrollierte Transport- und Logistikgruppe Geodis ihre Zustimmung gegeben. Damit ist der Weg auch frei für die 448 Millionen Euro, mit denen die Bahn die seit 1. Februar 2 000 bei Sernam aufgelaufenen Betriebsverluste ausgleichen will. Die Filialisierung des Unternehmens habe gezeigt, dass Sernam als selbstständige Einheit "nicht rentabel" sei, heißt es in der Brüsseler Entscheidung im Magazin L`Officiel des Transporteurs. Das positive Votum könne die Kommission vor allem mit Blick auf den geplanten Personalabbau und die ebenso vorgesehene Kapazitätsverringerung rechtfertigen. SNCF und Geodis hatten noch unter dem Vorgänger des neuen Geodis-Chefs Pierre Blayau vereinbart, dass die Bahn 40 und die Transportgruppe 60 Prozent des Sernam-Kapitals übernehmen sollen. (vr/jb)
Frankreich: Logistik kauft Bahnfracht
Die Geodis-Gruppe darf Sernam übernehmen.