PARIS. In einer landesweiten Streikaktion haben französische Lastwagenfahrer am Montag mehr als ein Dutzend Raffinerien, Treibstofflager und Industriezonen blockiert. Sie dehnten ihre zum Teil am Sonntagabend begonnenen Aktionen praktisch auf alle Regionen aus und verhinderten damit auch die Auslieferung von Lebensmitteln an Handelsketten. Mit der Aktion wollen die Streikenden den von Transportminister Jean-Claude Gayssot vorgelegten Entwurf für eine novellierte Fahrer-Arbeitszeitregelung zu Fall bringen. Dieser rechnet nur die abgeleisteten Stunden am Steuer für die Berechnung der 35-Stunden-Woche an, aber keine Wartezeiten. Sie verlören damit 300 Euro im Monat, sagen die Fahrer. Die beiden Gewerbeverbände TLF (Spediteure) und A.U.T.F. (Verlader) glauben jedoch nicht, dass die Blockaden von längerer Dauer sein werden. Verbandssprecher erklärten dies auf dem Pariser Transport- und Logistiksalon SITL damit, dass die im Transportgewerbe führende Gewerkschaft, die als gemäßigt geltende CFDT, den Aktionsaufruf nicht mit unterzeichnet habe und sich dem zu Folge nicht an den Protesten beteiligen werde. (dpa/jb)
Frankreich: Fernfahrer blockieren Raffinerien und Industriezentren
Proteste richten sich gegen neue Arbeitszeitregelung